Robert Schwentke

Robert Schwentke, 1968 in Stuttgart geboren, ist einer der wenigen Deutschen, die es in Hollywood geschafft haben. Als Regisseur von Filmen wie ‚R.E.D.’ (2010) mit Bruce Willis, Morgan Freeman, John Malkovich und Helen Mirren, ‚R.I.P.D.’ (2013) mit Jeff Bridges und Ryan Reynolds oder ‚Flightplan – Ohne jede Spur’ (2005) mit Jodie Foster feierte er Blockbuster-Erfolge. Weitere Hollywood-Produktionen sind ‚Die Frau des Zeitreisenden’ (2009) und die Jugendbuchverfilmung ‚Insurgent – Die Bestimmung’ (2015). 

Der Weg nach Hollywood begann eigentlich im Alter von zehn Jahren im Keller des Elternhauses. Dort entdeckte er die Super-8-Kamera seines Großvaters. In der legendären Stuttgarter Filmgalerie 451 drehte er mit Frieder Schlaich 16-Millimeter-Filme und besuchte im Kommunalen Kino Stuttgart mit Vorliebe Retrospektiven. Nach vier Semestern Philosophie und Literaturwissenschaften in Tübingen wechselte der an das Columbia College Hollywood in Los Angeles. ‚Heaven!’ (1993) mit Hannes Jaenicke entstand während des Studiums. Ende der 1990er Jahre schrieb er Drehbücher für den ARD-Tatort. 2002 drehte er den deutschen Spielfilm ‚Tattoo’ mit Christian Redl und August Diehl, der in Amerika in Testscreenings zu sehen war und das Disney-Filmstudio auf den jungen Regisseur aus Deutschland aufmerksam machte. Nach der deutschen Tragikomödie ‚Eierdiebe’ (2003, Publikumspreis beim Filmfest Biberach) folgte der große Sprung nach Hollywood.